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      2 days ago

      Kernenergie wurde durch Erneuerbare ersetzt

      Mit der schmutzigsten Energie Kohle ging es munter auf gleichem Niveau weiter. Für das Klima ist das eine Katastrophe.

      Hätte man die Kernenergie behalten und die Kohle zuerst reduziert, hätte Deutschland heute nur noch minimal fossile Stromquellen.

      Opfer der rechten Propaganda

      Du bist Opfer einer grünen Lebenslüge.

      Der Atomausstieg war primär eine durch Angst und anti-Konzernhaltung getriebene Entscheidung. Atomwaffen und Atomenergie wurden immer in einem Atemzug genannt. Atomenergie abzuschaffen wurde auch als Friedenspolitik verkauft. Ohne AKWs keine Kernwaffen, war die Logik. Die ganze Anti-Atombewegung hat auch Wutbürger aller Art mobilisiert. Für Linksradikale waren Atomkraftwerke auch ein Symbol für Staat und Kapital, das man bekämpfte. Anti-Atom gehörte von Anfang an zur kulturellen Identität der Grünen und darüber hinaus zur gesamten Linken.

      Im Nachhinein muss man feststellen, dass diese Politik so einige vermeidbare Gigatonnen CO2 mehr verursacht hat.

      Ich sage das als jemand der seit Jahrzehnten immer Grün wählt und als Kind von seinen Eltern auf Anti-Atom und Friedendemos mitgenommen wurde.

      • Lemmchen@feddit.org
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        2 days ago

        Hätten wir an der Kernenergie festgehalten, wären die Erneuerbaren heute nicht da wo sie sind, weil die Technologien zueinander inkompatibel sind.
        Mal abgesehen davon ist Kernenergie nicht wirtschaftlich (ohne massive staatliche Subvention) und auch nicht emissionsfrei.

        • VerifiedSource@sh.itjust.works
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          2 days ago

          weil die Technologien zueinander inkompatibel sind

          Das wird immer wieder behauptet, funktioniert aber in Frankreich und Schweden. Für erneuerbare brauchst du so oder so Speicherkapazität und grosse Netze.

          nicht emissionsfrei

          Frankreich hat halb so viele CO2 Emissionen wie Deutschland und das seit einigen Jahrzehnten. Kumulativ bedeutet das 50 GT CO2 für Deutschland und 21 GT CO2 für Frankreich seit 1970.

          Kohle verursacht über 1000 g CO2/kWh, Atom gute 100 g CO2/kWh, Solar gut 30 g CO2/kWh.

          nicht wirtschaftlich (ohne massive staatliche Subvention)

          Das gilt für alle Energiequellen in unterschiedlichem Maße. Ja, Atomenergie ist teuer. Ungebremst stattdessen Kohle zu verbrennen kostet dann durch stärkeren Klimawandel noch mehr.

            • VerifiedSource@sh.itjust.works
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              2 days ago

              2007 138 MT CO2

              2022 119 MT CO2

              Geradezu eine Erfolgsgeschichte /s

              Wirklich runter ging es mit CO2 Emissionen in Deutschland ab 2016

              Die Webseite listet bei radioaktiven Ablassungen nur Atomkraftwerke. Der Ausstoss von Radioaktivität durch Kohlekraftwerke wird einfach ignoriert. Kohle bläst auch ne Menge anderer Giftstoffe raus.

              Neben klimaschädlichem Kohlendioxid emittieren Kohlekraftwerke auch eine ganze Palette anderer Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Stickoxide, Kohlenmonoxid, Quecksilber oder Arsen. Kohlekraftwerke sind dabei für einen Großteil aller Quecksilberemissionen in Deutschland verantwortlich. Im Jahr 2018 wurden in Deutschland 8250 kg Quecksilber emittiert. Alleine das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde in der Nähe von Cottbus in Brandenburg emittierte davon 672 kg. Die Schadstoffe sind für eine Vielzahl an Erkrankungen und auch Todesfälle verantwortlich. Nach einer Greenpeace-Studie aus dem Jahr 2013 gingen rund 3100 frühzeitige Todesfälle in Europa auf das Konto der deutschen Kohlekraftwerke.

              Kohle hat in Deutschland viel mehr Schaden angerichtet als es die Fortführung der Atomkraft hätte.

              • DrunkenPirate@feddit.org
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                1 day ago

                2007 138 MT CO2

                2022 119 MT CO2

                Geradezu eine Erfolgsgeschichte /s

                Plus Steinkohle auf dem anderen Reiter

                2007 119 MT CO-2

                2022 44 MT CO-2

                Also insgesamt-37% Emissionen in den letzten 14 Jahren. Auch wenn du das spöttisch als keinen Erfolg siehst, ist es ein Erfolg. Es ist im Grunde ein Wende im Wirtschaften, nicht nur in Emissionen.

                • VerifiedSource@sh.itjust.works
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                  1 day ago

                  2007 351 MT CO2

                  2013 325 MT CO2

                  Unter 300 MT CO2 fiel es erst 2018.

                  Der Atomausstieg wurde 2000 beschlossen. 2003 und 2005 gingen die ersten vom Netz. Es wurden also über 15 Jahre lang Atomkraftwerke abgeschaltet währenddessen die ausgestossene Menge CO2 zunächst zunahm und dann auf gleichem Niveau blieb. Das sind 15 Jahre mehr, die der CO2 Ausstoss hätte gesenkt werden können.

                  Kohle statt Atom war eine schlechte Idee.

                  • DrunkenPirate@feddit.org
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                    7 hours ago

                    Du machst Cherry Picking mit dem Startjahr 2007

                    CO2 Ausstoß der Stromerzeugung in Deutschland über die letzten Jahrzehnte geht konstant runter. Nach deiner Logik müsste das ja dann rauf gehen, weil Atomkraftwerke abgeschaltet wurden. https://www.energy-charts.info/charts/emissions/chart.htm?c=DE&year=-1&source=lignite

                    Warum geht es runter? Weil Erneuerbare ausgebaut wurden.

                    Atomkraft kommt mit hohen Folgekosten, ungelösten Müllproblemen und ist nicht steuerbar in der Energieerzeugung und passt daher nicht gut zu Erneuerbaren. Ich finde den Weg, den wir gegangen sind gut und mittelfristig wirtschaftlich besser.

      • DrunkenPirate@feddit.org
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        2 days ago

        Entschuldige das ich hier ein paar Fakten einstreue. Es gibt schöne Charts vom Fraunhofer ISE zu alle Aspekten der Energieversorgung.

        Der CO2 Ausstoß für Energie geht seit Jahren zurück. Trotz Atomausstieg und zeitweilig höherer Kohleverstromung. Das liegt daran, dass immer weniger Kohle verstromt wird. Es ist schlicht zu teuer und lohnt nur im Winter. https://energy-charts.info/charts/co2_emissions/chart.htm?l=de&c=DE

        Anteil der Erneuerbaren nimmt stetig zu: https://energy-charts.info/charts/renewable_share/chart.htm?l=de&c=DE&interval=year

    • hendrik@palaver.p3x.de
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      2 days ago

      Naja, aus der Statistik geht ja erstmal noch nicht hervor, wo der Strom dann herkommt. Atomkraft wird weniger. Genauso werden die ganzen Balken kleiner, also irgendwie kommt der Strom ja dann aus dem Ausland oder soetwas. Die Ausbau der Erneuerbaren scheint etwas zu stagnieren in den letzten Jahren. Was gar nicht gut ist. Erdgas bleibt circa das gleiche und Kohle geht zum Glück zurück. Eigentlich meinte ich auch etwas Anderes, als was ich formuliert habe. Letztes Jahr hatten wir z.B. 17,2% Braunkohle im Strommix. Und das ist ein ziemlich schädlicher Energieträger. Im Abbau, in der CO2-Bilanz und in jeglicher Hinsicht sollten wir das schnellstmöglichst loswerden. Eventuell dauert das nun etwas länger, da wir keine Atomkraftwerke mehr haben. Aber ich mache jetzt auch keine Werbung für Atomkraft. Und so 2010/11/12 scheint das ja stattgefunden zu haben. Dort wird Atomkraft weniger und dafür Stein- und Braunkohle beides etwas mehr. In den letzten wenigen Jahren scheint es wohl anders auszusehen. Aber wir brauchen eine andere Statistik um herauszufinden, wie sich der hier nicht aufgeführte Stom zusammensetzt.

      • superkret@feddit.org
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        2 days ago

        Genauso werden die ganzen Balken kleiner, also irgendwie kommt der Strom ja dann aus dem Ausland oder soetwas.

        Nein, der Stromverbrauch in Deutschland ist einfach gesunken.
        https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/stromverbrauch#entwicklung-des-stromverbrauchs

        Auch dein Glaube, dass wir durch den Atomausstieg jetzt von ausländischem Strom (z.B. französischer Kernenergie) abhängig sind, ist ein gern wiederholter Mythos der Grünen-Gegner.

        • hendrik@palaver.p3x.de
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          2 days ago

          Naja, wobei die anderen Punkte bleiben davon ja jetzt unberührt. Und letztlich war die Aussage worauf ich mich ja bezogen habe, dass Erneuerbare die Kohle ersetzen. Aber offensichtlich stimmt das ja nicht, sondern weniger Energieverbrauch ersetzt Kohlestrom? Was ist denn jetzt genau der Punkt?

          Und Strom ist ja auch nur ein Teil des Energieverbrauchs des Landes. Wenn wir uns über Umwelt unterhalten wollen, müssen wir auch die anderen (größeren) Teile diskutieren, die irgendwie in als fossile Energieträger (abseits von Strom) in der Industrie, im Transport, zu Wärme etc verheizt werden. Die Statistiken reichen nicht alle bis ans aktuelle Jahr. In den letzten Jahren spielte auch Corona und die Größe des Wirtschaftswachstums eine Rolle beim Energieverbrauch. Also a) ist das nicht unbeding unser Verdienst, dass wir energieeffizienter geworden wären, und b) ist das auch gar nicht das Problem. Mittelfristig wollen wir ja gerade mehr auf Strom setzen als bisher, weil ja gerade Wärmepumpen etc effizienter sind als wenn ich hier Erdgas im Keller verbrenne, damit es warm wird. Und eigentlich bin ich auch nicht so ganz gewillt alle Aussagen auf 2-3 Balken zu basieren. Eigentlich geht es mir ja um die mittel bis langfristige Zukunft. Und soweit ich verstanden habe, ist der Witz an dem Stromnetz ja, dass so ziemlich ganz Europa verbunden ist, und wenn hier eine Wolke darüberzieht, kann ich Strom von der Nordsee, oder aus Nordschweden oder Spanien bekommen und umgekehrt geht das auch… (Oder halt auch nicht, weil wir beim Ausbau des Stromnetz nicht genug investiert haben.) Jedenfalls… Eine Abhängigkeit wäre ja sogar gewollt. Genau das hilft ja den Erneuerbaren. Ich würde sagen, wenn wir durch den Atomausstieg nicht teils auch mehr abhängig geworden sind, haben wir den Energiewandel nicht richtig gemacht. Also diese Diskussion können wir uns eigentlich sparen, außer wir müssen hier z.B. mit der AfD reden und siebte Klasse Erdkundeunterricht nachholen, und wie Wind, Sonne und Wetter so im Allgemeinen funktionieren.

          Also ja, ich sehe den Punkt. Die Rechten und Konservativen erzählen sehr viel Quatsch über Energiewandel. Das macht aber noch nichts richtig oder falsch, oder einfach…