Interessant ist auch die Altersverteilung: Denn die Mehrheit der Deutschen im Alter von 18 bis 29 Jahren (57 Prozent) will, dass die nächste Regierung die Unterstützung einstellt. Dagegen wollen nur 28 Prozent der Bundesbürger älter als 70 Jahre keine Waffen oder Geld an die Ukraine senden.
Bei der Parteinennung sticht eine Partei besonders hervor: 72 Prozent der Grünen-Wähler wollen die Ukraine weiter mit Geld und Waffen unterstützen - mit Abstand der stärkste Wert.
Es hat mich gestern erst wieder kalt erwischt, was der Begriff “Zeitenwende” eigentlich bedeutet. Wir leben wieder neben einer imperialistischen Großmacht, die morgen beschließen könnte hier anzugreifen. Ich muss mich ernsthaft mit der Frage beschäftigen was Wehrpflicht für mich bedeuten würde. Was ich machen würde wenn hier Krieg wäre. Glaub das realisieren viele einfach nicht.
Meinst du jetzt Russland oder USA. Ist ja alles nicht mehr so eindeutig…
…beides
Grund? X und tiktok. Bestimmen mittlerweile Wahlen, schlimm.
kannst du das nach wissenschaftlichen standards belegen?
Ich kann es an mir selbst belegen. Durch Jordan Peterson und Tim Pool, die zu Anfangs noch recht moderat wirkten, bin ich da in der rechten Sphäre gelandet. Plötzlich hat das ganze Narrativ der Republikaner viel mehr Sinn ergeben und ich habe die Darstellung geglaubt, dass die Demokraten durch und durch korrupt sind. Belegt durch zahlreiche, extreme selektive “Beweise”.
Als dann Corona kam, ist die Blase geplatzt. Ich bin sehr Wissenschafsinteressiert, und daher habe ich dann gemerkt wie wahnsinnig dumm und manipulativ das ganze rechte Spektrum ist.
Wer zur Zeit nur mit einem Ohr zuhört, der landet fast automatisch in der rechten Bubble. Geh mal ohne Konto und ohne Cache auf Youtube. Hauptsächlich AfD.
Ich kann es an mir selbst belegen.
zu reflektion des eigenen gebrauchs kann ich für die hygiene nur raten. aber auf der ebene ist es halt anekdotisch.
ich habe die Darstellung geglaubt, dass die Demokraten durch und durch korrupt sind
rackets, die herrschaft organisieren, sind nme immer korrupt. deshalb funktioniert ja, vermute ich, diese agitation so gut. sie sprechen eine wahrheit aus und erscheinen dadurch als außerhalb dieser logik stehend.
Wer zur Zeit nur mit einem Ohr zuhört, der landet fast automatisch in der rechten Bubble. Geh mal ohne Konto und ohne Cache auf Youtube. Hauptsächlich AfD.
das phänomen kenne ich. wieso das im sinne des werbeplatzverhökernden betreibers der plattform ist, ist auch allgemein bekannt. aber du sagst es ja, die inhalte sind ziemlich dumm. wie die repetation des falschen dennoch verfängt, ist aber auch n nicht neu (vgl. bspw. Orwell, mittelalterliche Formen des Antisemitismus, der Mysogonie etc.). aber klar, wie alles ist auch das in einer überschleunigten welt umso toxischer für unseren behäbigen kortex.
Ich habe jetzt mal nicht nach wissenschaftlichen Arbeiten gesucht, aber die braucht es dazu auch nicht. Es ist bekannt, dass mediale Repräsentation einer Partei auch zu besseren Wahlergebnissen dieser Partei führt. Wo diese Repräsentation stattfindet ist dabei recht egal. Zudem pusht der Algorhythmus von Twitter und Tiktok vor allem rechte Inhalte. Die Linken haben mit ihrem TikTol Wahlkampf auch massive gewinne eingefahren. Auch wenn Social Media nicht im Alleingang Wahlen verändert ist es doch ein sehr wichtiger Baustein.
Auch wenn Social Media nicht im Alleingang Wahlen verändert ist es doch ein sehr wichtiger Baustein.
das ist doch mein punkt. es gibt verdammt viele verschiedene gründe dafür, daß sich sehr viele verschiedene menschen für verschiedene handlungsoptionen entscheiden.
es gab auch unlängst eine studie, die den einfluß von Social Media auf die politische willensbildung untersucht hat. ja, das ist messbar (ich nehme mal an wie das zeitunglesen), aber nicht signifikant. deshalb frage ich ja nach anderen studien, die zu anderen ergebnissen kommen.
Kann jemand die Umfrage direkt verlinken/screenshotten? Ich komme auf https://www.t-online.de/themen/umfragen/ nicht drauf. Mich würde das Wording interessieren.
Da ist nur die Themenseite für Umfragen verlinkt.
Als Quelle unter der Meldung von T-online steht “Exklusive Insa-Umfrage für t-online”. D.h., dass Insa die Ergebnisse nur an T-online übermittelt und T-online dann entscheidet wie viel Info sie veröffentlichen. Ich glaube T-online hat nur die Info in der verlinkten Meldung veröffentlicht.
Sus.
Danke dir.
Es scheint als ob viele junge Leute den Schrecken des Krieges nur aus der Prespektive einer übermächtiger militärischer Macht sehen können, welche nur als Agressor aggieren kann und nicht selbst angegriffen werden kann. Sie können sich nicht in die Lage versetzen jemals angegriffen werden zu können oder jemals in der Rolle des Verteidigers zu sein.
Ich höre oft: “Ich werde nicht an irgendeiner Front auf Leute schießen, die ebenso wenig hier sein wollen wie ich.” Ich versteh diese Aussage in Situationen, in denen man in einem fremden Land kämpfen soll, für die Interessen des eigenen Staates bzw. der Regierung, obwohl man sich mit der Regierung und den Intressen die sie vertritt vielleicht gar nicht identfizieren kann. Beispielsweise in Zeiten, in denen die NATO als unangefochtenes, dominierendes Militärbündnis galt, und ein richtiger Verteidigungsfall praktisch ausgeschlossen war. Diese Perspektive ist jedoch einseitig. Wäre Krieg so einfach zu besiegen wäre er nicht so schrecklich.
Für die Überfallen gilt: Krieg fragt nicht nach ob man Bock auf ihn hat. Ich bin mir sicher Polen hatte 1939 auch kein Bock auf Krieg aber des war dem Krieg egal. Und wenn man nichts tut dann kommt die Front zu einem. Dann geht es nicht darum, die Interessen des Staates zu verteidigen, sondern um das eigene Leben, um den Schutz der Familie und Freunde, um unsere Rechte und Freiheit, und darum, dass diese nicht auf offener Straße erschossen werden.
Selbst wenn der Soldat auf der Gegenseite auch nicht an kämpfen möchte, schießt er dennoch auf dich, deine Familie und deine Freunde. Auch wird der Schrecken des Krieges dem feindlichen Soldaten oft erst dann deutlich, wenn er Widerstand erfährt. Und wenn die feindlichen Soldaten sich dem Schrecken nicht bewusst werden, formiert sich in der feindlichen Armee auch kein echter Widerstand gegen jene, die möglicherweise sogar Gefallen an Töten finden.
Es kommt einem vor als ob viele nicht begreifen oder sich nicht vorstellen können, was es heißt, in einem Verteidigungskrieg zu kämpfen, oder sie sind so kurzsichtig und egoistisch, dass sie sich erst dann kümmern, wenn die Front zu ihnen kommt, obwohl ich mir letzteres eher nicht vorstellen kann (will).
Das ist auch Grund warum die Linke für mich (leider) unwählbar ist.
Mal ganz abgesehen davon, dass man Putin auch seine Grenzen aufweisen muss wenn man nicht will, dass er beliebig Nahe an die Linie tritt, deren Überschreiten einen nuklearen Krieg auslösst, und damit das Risiko eines solchen deutlich erhöht.
Ich werde nicht an irgendeiner Front auf Leute schießen, die ebenso wenig hier sein wollen wie ich.
Ich glaub diese Haltung kommt eher daher, dass wir in einer relativ offenen Welt leben und man mit einem deutschen Pass eigentlich überall hinkommt. Wenn Deutschland untergeht gibt es noch viele andere Orte an denen man leben kann, die ähnlich gut sind. Und dann kann man sich schon überlegen ob man für Deutschland kämpfen will oder lieber geht.
Dass gerade junge Leute die vom Staat in den letzten Jahren immer wieder benachteiligt behandelt wurden nicht mehr für diesen Staat sterben wollen sondern lieber gehen würden finde ich nicht überraschend.
Das würde unter den lezteren Punkt fallen, dem von egoismus und kurzsichtigkeit. Kein Land wird die Millionen von Europäern aufnehemen können, allein die Logistik so viele Menschen zu transportieren ist nicht möglich. Es sind dann auch nicht mehr so viele Demokratien übrig und es ist dann, sollte es wirklich soweit kommen, eigentlich auch nur eine Zeit bis diese auch vollständig aufgeteilt werden.
Und ich wiederhole: Im Verteidgungsfall geht es nicht darum für den Staat zu kämpfen sondern für das eigene Leben, die Freunde und Familie. Für unsere Rechte und Freiheiten. Und dafür dass ich, meine freunde und meine familie nicht gefoltert, getötet und/oder vergewaltigt wird. Das ist die Realität und Schrecken eines Verteidigungskrieges. Und dann will ich verdammt nochmal dass ich und/oder die Leute die diese Front davon abbhalten zu mir zu kommen gut ausgerüstet sind.
Ich habe diesen Satz selbst mal genau so gedacht (ca 15 ± Jahre, war zwar noch jung hab mir aber schon gedanken drüber gemacht). Das war im Kontext der Bundeswehr Auslandseinsätze und deren Nachklang. Und in diesem Kontext stehe ich zu diesem Satz. Aber Kontexte ändern sich. Und ich war vllt zu naive und hatte die aktuelle Situation so nicht auf dem Schirm. Ich dachte, wenn es dazu kommt, dann geht die Welt sowieso in einem nuklearen Krieg unter, aufgrund des atomaren Schutzschildes der USA. In meiner Verteidigung hab ich jedoch damals schon gefallen für mehr Unabhängig von der USA auch im militärischen Bereich, z.Bsp. für eine europäische Armee, gefunden, zugegebener Maßen auch hauptsächlich wegen Kosteffektivität.
Ironischerweise hätte ich erwartet, dass, die die Links wählen dies auch aufgrund einer Empathie Fähigkeit tun. Aber dann scheint es wieder als könnten viele das Schrecken eines Verteidigungskrieges, oder den Schrecken den ein Kriegsflüchtlings erfährt nicht nachvollziehen. Das gibt mir das Gefühl, dass, statt aus Empathy, Rationalität und Vernunft, Links aus ignoranter Ideologie gewählt wird. Das ist Schade.
Puh ich weiß nicht, ich finde es absolut verständlich, dass Leute ihr Leben nicht für andere Opfern wollen. Würde ich nie von jemandem fordern für mich zu tun. Ich hab aber großen Respekt vor allen die diese Bereitschaft haben.
Und dann will ich verdammt nochmal dass ich und/oder die Leute die diese Front davon abbhalten zu mir zu kommen gut ausgerüstet sind.
Da gehe ich aber natürlich komplett mit. Wenn jemand schon den Kopf für mich hinhält, dann sollen sie alle Hilfe bekommen die sie brauchen.
Auch ich fordere dies nicht, auch wenn ich es erhoffe wenn die Zeit kommen sollte. Aber dadurch auch die Finanzierung und die Unterstützung derjenigen die dies, auch für mich tun bevor die Front zu mir kommt, zu verweigern ist falsch, da sind wir uns ja einig. Und wenn die Front zu einem selber gekommen ist dann geht es wie gesagt nicht nur um andere sondern auch um einen selber. Man kann natürlich Kriegsflüchtling werden, auch kein angenehmes Schicksal, und ob dies in einer Welt in der sogar Europa gefallen ist irgend einen positiven Ausblick hat weiß ich nicht. Die Aussage unterstellt jedoch, dass der Krieg einem die Wahl lassen würde sich zu verteidigen, dass es die moralische bessere Entscheidung wäre “nicht auf den zu schießen der hier genauso wenig sein will”, zumindest empfinde ich die Aussage so und dieser Eindruck wird durch die Tatsache der Finanzierungsverweigerung, in einigen Fällen wie der Partei die Linke, unterstützt. Auch das man die Gefahr nicht sieht dass es dazu kommen könnte wenn man sich nicht darauf vorbereitet (oder selbst wenn man es tut) ist kritisch, meiner Meinung nach. Und die Ukraine verteidigt ja gerade auch uns, solange Russland nicht die Ukraine erobert ist doe Gefahr dass die Front zu uns kommt gering.
Das viele den Schrecken, die Realität und die Möglichkeit eines Verteidigungskrieges nicht nachvollziehen können, und dass dies ein Grund für solche Aussagen ist vermute ich weiterhin, zumindest hab ich mit mir selbst ein sample size von 1/1, auch wenn dies schon ne weile her ist.
Und die Ukraine verteidigt ja gerade auch uns, solange Russland nicht die Ukraine erobert ist doe Gefahr dass die Front zu uns kommt gering.
Das ist glaube etwas, was sehr viele Leute vergessen. Die halten aktuell ihren Kopf für uns hin. Denen die Unterstützung zu verweigern ist schon ziemlich dämlich.
Unironisch glaube ich, dass diese Entsolidarisierung mit dem neoliberalen Spardiktat zusammenhängt. Warum Geld für andere ausgeben, wenn für uns nicht genug da ist? Eine solche Trotzreaktion wäre zwar eine schreckliche Entwicklung aber als so abwegig sehe ich das nicht an.
Es ist vor allem viel zu kurzsichtig. Das Schiff hat Leck geschlagen und anstatt nasse Füße zu riskieren um das Leck zu stopfen versucht man den Mast hoch zu klettern um etwas länger über Wasser zu bleiben.
Mit Geld einigermaßen vernünftig umzugehen ist erstmal nichts verwerfliches.
Meinst du die verfallende Infrastruktur, deren Sanierung jährlich immer teurer wird, sodass wir, wenn wir noch länger warten, am Ende deutlich mehr Zahlen müssten als die lächerlichen Zinsen für Schulden, wenn wir sie jetzt ausbessern? Standortfaktor marode Infrastruktur sag ich nur.
Oder meinst du, dass es sinnvoller ist Unternehmen Geld in den Arsch zu pusten, damit white-collar Angestellte nen fetten SUV fahren können, während die Bahn eine absolute Lachnummer ist?
Oder meinst du die Investitionen in grüne Zukunftstechnologien, die unsere Marktposition sichern könnten, für die wir aber jetzt ein bisschen mehr Geld ausgeben müssten? Werden wir halt von anderen Staaten überholt.
Oder meinst du die massiv niedrigen Löhne im Billiglohnsektor, die wir nicht anheben wollen, damit Unternehmen billigere Arbeitskräfte haben? Die Niedriglöhne, die aber zu einem Einbruch der Binnennachfrage führen, die auch zu einer Unterfinanzierung der Sozialsysteme führen und die wir mit Bürgergeld (StaAtsAusGaBeN) aufstocken müssen weil man nicht davon leben kann?
Meinst du die Menschen die trotz jahrelanger Arbeit jetzt in Altersarmut leben, weil wir keine anständige Grundsicherung zahlen? Oder meinst du c.a. 15% der Kinder in Deutschland, welche armutsgefährdet sind, obwohl wir wissen dass Kinder aus armen Familien deutlich schlechtere Chancen haben gesund, glücklich und ökonomisch produktiv im Erwachsenenalter zu werden? Dafür Geld ausgeben…
Bei euch Wirtschaftsexperten ist es immer ein wenig schwierig zu erkennen, welche sozial regressive, wirtschaftlich langfristig desaströse Politik ihr mit “mit Geld vernünftig umgehen” meint. Geld per Gießkanne durch Absenkung der Unternehmenssteuer austeilen scheint da ja doch zu gehen, auch wenn das Ökonomen als naiv kritisieren.
Fakt ist: Bei den einkommensschwachen Menschen hat die AfD 40%. Wer hier keinen Zusammenhang zum Sozialabbau und keinen Handlungsbedarf sieht, ist zurecht an der 5%-Hürde gescheitert oder würde taktisch auch mal mit der AfD abstimmen.
Alle deine angesprochenen Themen sind wichtig und richtig. Insbesondere die Löhne sind zu niedrig.
Du kannst deinen demokratischen Sozialstaat halt vollkommen vergessen, wenn es keine Stabilität in Europa gibt. Die gibt es nur mit glaubhafter militärischer Abschreckung. Das ignoriert die Linke halt komplett.
Jupp, und (so mal rein theoretisch) heute 1000€ ausgeben, um das Eintreten eines Risikos in der Zukunft zu verhindern, welches mich 100k€ kosten könnte, ist vernünftig, richtig?
Kommt drauf an wie wahrscheinlich das Risiko ist und welche anderen Risiken sonst noch bestehen.
Nehmen wir an du hast 1000 € und besitzt ein Wochenendhäuschen im Wert von 100 k€ sowie eine Werkstatt von gleichem Wert mit der du deinen Lebensunterhalt bestreitest. Du kannst nur eines von beiden mit deinen 1000 € versichern. Was tun?
Aber was wenn die 1000€ Euro ausgeben das Risiko stattdessen sogar deutlich erhöht? 🫣
Was, wenn dir das der Typ erzählt, der die 100k€ haben will?
TikTok verblödet
TikTok ist eine Waffe und wir sind eines der Ziele
just uninstall.
Ja, genau deswegen habe ich Grüne und nicht Die Linke gewählt. Bei allen andere Themen sind mir die Grünen eigentlich zu wischi-waschi, sind zu viele faule Kompromisse eingegangen und haben zu sehr um den rechten Mainstream gebuhlt, anstatt auch nur rhetorisch standhaft zu bleiben. Könnte man zumindest verstehen, wenn es funktionieren würde, aber das hat es offensichtlich nicht - die Grünen haben praktisch keine Wähler von rechteren Parteien hinzugewinnen können, aber dafür viele an Die Linke und sogar die CDU verloren.
Die Grünen haben weniger verloren als die anderen Ampelparteien und ihr zweitbestes Ergebnis hingelegt.
Meine Behauptung ist halt, dass mehr dringewesen wäre.
Was ist deine Begründung?
Bei linkem Populismus auf TikTok haben Grüne keine Chance gegen die Linke. Wähler die die Migrations-, Rüstungs- und Sozialpolitik der Grünen ablehnen gehen lieber zur radikaleren Originalversion.
Es ist kein Populismus, wenn man bei seinen Positionen bleibt, anstatt sich dem politischen Mainstream anzupassen.
Grünen-Wähler lehnen die Außenpolitik der Grünen (vom jüngsten Rechtsruck abgesehen) gerade NICHT ab, und bei der Linken bekommt man was Aufrüstung und Waffenlieferungen betrifft auch keine radikalere Version davon - die Grünen haben sich schon während ihrer ersten Regierungsbeteiligung in den 90ern vom Pazifismus verabschiedet. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass Umweltpolitik bei der Linken so eine hohe Priorität hat wie bei den Grünen, selbst wenn deren Forderungen im Wahlprogramm radikaler sind - das ist halt das Privileg einer Partei, die keine Chance auf Regierungsbeteiligung hat. Ich denke, auch in der Wahrnehmung der meisten Wähler sind die Grünen bei der Umweltpolitik das “Original”.
Es ist Populismus weil es naive unrealistische Wünschdirwas-Politik ist, die Komplexität ignoriert. Sie kann auch alles mögliche versprechen, weil sie nicht vorhat jemals im Bund mitzuregieren. Deutschland radikal abrüsten und dann drauf hoffen es wird schon Frieden geben, wenn man Russland und China nur lieb fragt. Das ist populistische Traumtänzerei.
Umweltpolitik habe ich nicht erwähnt. Das ist wie du sagst Kernkompetenz der Grünen.
Ich habe von den Grünen geredet, die ja offensichtlich gerade aus einer Regierungskoalition kommen.
Finde auch nicht, dass sie wischi-waschi sind. Sie regierten halt bisher immer nur als kleinerer Koalitionspartner mit, konnten aber unter diesen Umständen trotzdem linke, umweltbewusste Dinge für uns umsetzen.
Die Jüngeren sind wohl auch am direktesten betroffen, da sie wohl die ersten sein werden, die dann bei einer Eskalation im Schützengraben landen. In der Hinsicht wäre es schon verständlich.
Nachtrag: Ich bin auch der Meinung, dass man die Ukraine mit allen Mitteln unterstützen muss. Kann aber verstehen, dass man besonders wenig Lust darauf haben könnte, wenn man im “richtigen Alter” für den Krieg ist. Wird wohl aber noch viel mehr Gründe geben, die zu einer ablehnenden Haltung führen.
Es ist halt total unlogisch. Der Ukraine Unterstützung zu schicken bedeutet doch gerade, dass Deutsche NICHT selbst im Schützengraben oder Atombunker landen. Aber natürlich erzählen alle möglichen rechten, “linken” (BSW, tankies) und auch einige echte linke Medien und Influenzer ständig das Gegenteil …
Ich sehe das anders. Wenn wir Russland nicht in der Ukraine aufhalten, werden wir in einigen Jahren dazu gezwungen uns zu verteidigen weil Russland früher oder später auch uns oder die EU angreifen wird. Nato wird denke ich dank Trump auch in den nächsten Jahren Geschichte sein.
Wenn auch nicht offiziell, dann wohl zumindest praktisch. Trump zerstört in den kommenden 4 Jahren alles Vertrauen das ihre Alliierten in die USA hatten. Sachen wie die Fernabschaltung von F35 macht auch dem dümmsten klar, wie sehr wir Washington ausgeliefert sind wenn wir im Ernstfall amerikanische Rüstungsgüter nutzen wollen. Mal sehr gespannt was die EU da auf die Kette bekommt…
als jemand mit Connections in die entsprechenden Ecken - und ohne jetzt zu viel zu sagen und mich zu verplappern - kann ich sagen: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Russland sich noch weiter in Richtung Westen orientiert. Selbst bei den größten Optimisten heißt es aktuell “Eskalation in Richtung NATO erwartet in 6 Monaten bis maximal 3 Jahren”.
Wenn die Ukraine fällt, wird es tendenziell eher schneller gehen. Das sie überhaupt so lange hält, hat bereits schon etliche Pläne von Putin und seinem Gelumpe empfindlich gestört.
Allerdings sind das Wahrheiten, die die Leute nicht hören wollen - bis es dann ganz überraschend über alle hereinbricht (genau wie Weihnachten jedes Jahr. Oder der Klimawandel. Ja, man erkennt ein Muster)
Es ist eben kein Zufall das die Bundeswehr eine ganze Brigarde nach Litauen verlegt. Jeder der die Augen aufmacht und das kritisch hinterfragt kommt zu dem Ergebnis, hier wird konkret die Verteidigung vorbereitet. Weil mit einem akuten Angriff gerechnet wird.
Die Frage wäre halt, ob die Mehrheit der deutschen Bevölkerung überhaupt an einem Widerstand gegen eine solche russische Expansion interessiert wäre oder eher eine Finlandisierung bevorzugen würde.
Wenn ich an diverse Gespräche im Bekanntenkreis denke bin ich mir da nicht so sicher…
Wenn ich an diverse Gespräche im Bekanntenkreis denke bin ich mir da nicht so sicher…
Liegt aber auch daran, dass die sich nicht wirklich klar machen, was das dann bedeuten würde, sondern es als vermeintlich einfache Art sehen, dem Konflikt aus dem Weg zu gehen und weiter den Kopf in Sand zu haben.
Was dann wieder die Frage aufwirft: Wie macht man das diesen Leuten klar?
Ich denke ohne eine massive Aufklärungskampagne (vulgo: Propaganda) auf allen Kanälen, die am besten gestern von der Regierung gestartet wird kriegen wir da noch ein großes Problem…
wir beide sind in der angelegenheit sicher in vielem uneins… wobei ich beim zweiten lesen mich frage: gehst du davon aus, daß eine unterstützung der Ukraine zu einer ausweitung des krieges auf mehr direkt beteiligte kriegsparteien haben kann oder soll oder muß?
ansonsten sehe ich da per se keinen notwendigen zusammenhang. im gegenteil, es wurde ja sehr darauf geachtet, daß nur slawen sich gegenseitig abschlachten.
In einer repräsentativen Umfrage, die Anfang Februar 2025 durch die Forschungsgruppe Wahlen erhoben worden war, sprachen sich hingegen noch 67 Prozent der Deutschen dafür aus, die Ukraine auch weiterhin militärisch zu unterstützen.
Hat sich innerhalb der letzten drei Wochen da so viel geändert? Weil die USA sich rausziehen, wollen wir jetzt auch nicht mehr?
Man muss allerdings auch bemerken, dass diese Umfrage von INSA und die zitierte von Forschungsgruppe Wahlen gemacht wurde. Ob die so direkt vergleichbar sind?
Hat sich innerhalb der letzten drei Wochen da so viel geändert?
Ja, in den 3 Wochen waren Wahlen und die CDU hat gewonnen. Jetzt schwenken CDU-nahe Institute, die jahrelang das Narrative “Die Menschen wollen mehr Waffenlieferungen und Olaf blockiert!” unterstützt haben, um und bereiten sich darauf vor zu vermitteln, dass Friedrich Merz sich ja nur nach dem Willen des Volkes richtet, wenn er die Unterstützung stattdessen zurückfährt.
Ich glaube nicht, dass er die Unterstützung runterfährt, weil die Rüstungs- und Stahlindustrie gerade deswegen und wegen den Rufen nach besserer Verteidigungsfähigkeit boomt. Wenn der Trend sich so fortsetzt und er es nicht verdirbt, kann er in wenigen Jahren damit prahlen, Vollbeschäftigung erreicht zu haben.
Nur kann die Ukraine das nicht selber bezahlen. Also muss es aus dem Haushalt bezahlt werden. Da ist die CDU genüsslich auf der Schuldenbremse rumgeritten, um die Ampel zu lähmen. Jetzt ist dann die Frage, ob man seine Steuergeschenke, das Wohlwollen der Rentner, und die notwendigen Mindest-Infrastrukturinvestitionen dafür begrenzen will.
Die CDU hat sich in eine Ecke manövriert aus der sie nicht so leicht wieder rauskommt.
Ich denke nicht, dass das in der Partei, in der man schon Mal vergisst, wer einem das Gekdkuvert zugesteckt hat, jemanden kümmert. Das war ja nur Polemik für die rechten Medien.
Ich kann mir gut vorstellen, dass sich auch bei der CDU plötzlich die Narrative ändert. Aber weshalb? Weil sie jetzt Regierungsarbeit machen müssen, weil die USA plötzlich Seite gewechselt haben? Was meinst du?
Bei so großen Unterschieden bei Ergebnissen würde ich von unterschiedlicher Methodik der beiden Umfragen ausgehen. Leider finde ich keine genauen Infos zu den beiden Umfragen. Bei der INSA-Umfrage geht es um Unterstützung was nach Leihgaben oder Schenkungen klingt. Bei der Wahlen-Umfrage geht es um Wafenlieferungen - damit können auch von der Ukraine gekauften deutsche Waffen gemeint sein.
Die Grünen entdecken die Ents in sich.
Haben sie schon in den 90ern im Balkan.